Kernidee: Der Populationsprior regularisiert das N=1-Problem. Mit mehr individuellen Daten loest sich der Posterior vom Prior (Shrinkage). Der State-Space-Ansatz erlaubt zeitvariable Koeffizienten.
Befund Pilotstudie: Shrinkage bei n=50 ~0.1% — Prior aus n=260 ist sehr stark. Echte Individualisierung braucht schwächeren Prior ODER mehr individuelle Daten.
Multikollinearitaet geprueft via Korrelationsmatrix (6x6). AR(1)-Koeffizienten: φ zwischen 0.58 und 0.82 je Athlet und Dimension.
Research Academy for Exercise Sciences e.V.
Das Modell-Oekosystem
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Wissenschaft
Drei Modelle — ein Workflow
Schritt 1: Populationsregression
T_ev = β₀ + ∑ β_d * score_d + ε
OLS auf n=260. R² ≥ 0.98 fuer alle 4 Strecken. Liefert β₀ und Kovarianzmatrix Σ als Prior-Basis. Separates Modell pro Strecke.
AR(1)-Fehler: Messrauschen ist autokorreliert (φ 0.58-0.82). GLS waere robuster als OLS im Populationsmodell.
4
Normalverteilung: Konjugierter Prior setzt Normalverteilung voraus. Bei echten Daten pruefen.
Naechste methodische Schritte
1
Echte Daten: Shrinkage, Q-Wahl und Beta-Drift werden mit realen Laengsschnittdaten validiert.
2
EM fuer Q: Expectation-Maximization schaetzt optimales Prozessrauschen automatisch aus den Daten.
3
Streckenspezifische β_t: Separate State-Space-Modelle pro Strecke mit geteiltem Zustandsraum.
4
Schicht 2: Wissenschaftliches Methodendokument mit vollstaendigen Herleitungen und Literatur.
Kernbefund: Das dreistufige Modell (OLS → Bayes → State-Space) ist methodisch konsistent und auf echte Daten uebertragbar. Shrinkage-Befund ist wissenschaftlich wichtig und transparent.
Implementierung: Python numpy <300 Zeilen. Kein externes Framework. Bereit fuer Erweiterung auf Stan/PyMC fuer komplexe Prior-Strukturen.